Gegen Grimma wollen die FTSV Damen wieder jubeln (Foto: Christina Kettenbohrer).
(gk). Wenn man auf die Tabelle blickt, dann könnte man meinen die Partie zwischen dem Zehnten FTSV Straubing und dem Tabellenführer VV Grimma wäre ein klare Sache. Doch hört man die Verantwortlichen des Gastes aus Sachsen, so kann man auf ein tolles Spiel in der Sporthalle der Josefsschule hoffen (Samstag, 18 Uhr).
"Wir fahren optimistisch nach Straubing, haben aber auch großen Respekt vor den Niederbayern", so der Mannschaftsverantwortliche Frank Geißler. "In unseren Augen müsste der FTSV weiter oben in der Tabelle stehen." Wie ernst der VVG die Partie in Straubing zeigt sich auch an der Transferpolitik des aktuellen Tabellenführers. Die Sachsen reagierten auf die Verletztenmisere im Team und verpflichteten mit Anika Boin (Diagonal) und Kristin Schröder (Außen) zwei Angreiferinnen vom Ligakonkurrenten VCO Dresden. Somit haben ihre eigene Personalmisere etwas entschärft. Denn diese hatte sich zuletzt weiter zugespitzt. Neben Kapitän Kristin Stöckmann - sie war eine der stärksten Angreiferinnen des VVG im Hinspiel - fällt seit dem Wochenende auch Kirsten Finke aus. Die Außenangreiferin erlitt im Spiel gegen Chemnitz bei einer Abwehraktion ein Schleudertrauma. Allerdings sind auch wieder einige Spielerinnen auf dem Weg zurück in den Kader. So hat unter anderem Sandra Peter das Training wieder aufnehmen können.
Beim FTSV Straubing entspannt sich die Personalsituation derzeit auch. Zuspielerin Martina Novotna hat Trainer Mathias Eichinger signalisiert, dass sie in dieser Woche wieder das Training aufnehmen kann. Auch Valeria Fedosova, Katharina Mühlfeld und Veronika Stolkova konnten am Wochenende in Bad Soden ihre Leistung abrufen. "Valeria hat ohne Probleme durchgespielt", freute sich Eichinger. "Auch Kathi hat das erste mal unter meiner Regie durchgespielt und ihre Sache gut gemacht." Außerdem freut sich Straubings Coach über weitere Alternativen im Mittelblock. "Nora hat in Bad Soden ihre Sache sehr gut gemacht." Außerdem wird Eichinger aller Voraussicht nach mit Mira Heimrich am Samstag ein weiteres FTSV Nachwuchstalent in den Kader des Bundesliga-Teams mit aufnehmen.
Er setzte unter der Woche alles daran, sein Team perfekt auf den Gast Grimma einzustellen. "In Bad Soden hatten wir bereits ein kleines Erfolgserlebnis mit den zwei sehr starken Sätzen drei und vier, sowie dem Tie-Break. Am Ende hatten wir da auch etwas Pech", so Eichinger. "Unser Ziel ist es am Samstag gegen Grimma härter, aber weniger Fehlern aufzuschlagen." Weiteren Handlungsbedarf sieht er in der Blockarbeit. Aber trotz der Baustellen im Team sieht Eichinger gute Chancen für einen Erfolg gegen den Tabellenführer: "Unser Team ist wie eine Wundertüte. Wir haben das Zeug die großen Teams zu ärgern. An einem guten Tag können wir sie auch schlagen."
Eichinger hofft dabei auch auf die Unterstützung der Straubinger Fans. Außenangreiferin Valeria Fedosova gibt ihm dabei recht: "Es macht riesig Spaß vor den eigenen Fans zu spielen. Vor allem, wenn es mal nicht so läuft, dann können wir trotzdem auf ihre Unterstützung zählen", so die 23-jährige. "Unsere Fans sind ein Grund dafür, warum wir enge Spiele oftmals für uns entscheiden konnten. Vielen Dank auf diesem Weg auch an alle, die uns unterstützen!"
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Der TV-Bericht bei TVA vom Spiel des FTSV gegen Grimma in der Saison 2003/04.
Mit den Fans im Rücken könnte dem FTSV eine ähnliche Sensation gelingen wie im Jahr 2003. Damals war der FTSV ebenfalls Aufsteiger in der 2. Bundesliga und der Tabellenführer Grimma war zu Gast. Nach 0:2 Satzrückstand kämpften sich damals Martina Matic und Co wieder heran und sicherten sich im Tie-Break den Sieg. Der Jubelschrei der Fans damals, war noch weit außerhalb der Halle zu hören gewesen. "Es wäre schön das am eigenen Leib erfahren zu dürfen", so Fedosova. Alles für eine volle Halle tun wollen die Verantwortlichen des FTSV. So haben unter anderem die teilnehmenden Mädels des Schnuppertages und deren Eltern freien Eintritt zum Spiel David gegen Goliath in der Sporthalle der Josefsschule.
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