Artikel vom Donnerstag, 16. Februar 2012, 107 mal gelesen
Lesenswert (1) 
Empfehlen
     

Volleyball in Straubing statt alemannischer Fasnet

(gk). Am Faschingssonntag steht für den FTSV Straubing das nächste Heimspiel in der 2. Volleyball-Bundesliga an. Passend zum Termin gastieren mit den Damen des VC Offenburg echte Fasnets-Fans in der Sporthalle der Josefsschule.

"Das ist für uns eine große Strafe", so die Spielertrainerin des VC Offenburg Tanja Scheuer. "Normalerweise geht unser gesamtes Team am Fasnetsonntag bereits um 11 Uhr nach Montenegro, einem Stadtteil von Offenburg, der zur Allemannischen Fasnacht immer umbenannt wird. Dort feiern wir dann normalerweise bis in die frühen Morgenstunden. Deshalb wollen wir auch schnell in Straubing einen Sieg einfahren, um zumindest am Abend in Montenegro eintreffen zu können." An Selbstbewusstsein scheint es den Damen aus der Stadt an der Deutsch-Französischen Grenze offenbar nicht zu mangeln. Um das zu unterstreichen legt Scheuer nach: "Unser Ziel ist Platz sechs am Saisonende. In Straubing wollen wir endlich auch einmal unter Beweis stellen, dass wir auch auswärts guten Volleyball spielen können."

FTSV geht hochmotiviert ins Spiel

Doch auch auf Seiten des FTSV wächst das Selbstvertrauen wieder. Alle Damen sind fit und für das Spiel am Sonntag kann Trainer Mathias Eichinger wieder aus dem Vollen schöpfen. "Wir haben uns unter der Woche perfekt auf das Spiel vorbereitet und freuen uns jetzt auf das Duell. Mir ist egal, wie lange das Spiel dauert, aber am Ende sollten die zwei Punkte in Straubing bleiben." Die Chancen dafür stehen aus Straubinger Sicht nicht schlecht, denn neben dem Stammkader werden die Jugendspielerinnen Mira Heimrich und Nora Ismaili (beide Mittelblock) wieder für das Bundesligateam mit am Netz stehen.

Ausführliches Videostudium im Vorfeld

Über Offenburg haben FTSV Video-Coach Xaver Süß (ein Portrait des neuen Mitglieds im Trainerstab lesen Sie am Samstag im Straubinger Tagblatt) und Mathias Eichinger folgendes herausgefunden. "Offenburg spielt sehr viel über die Außenpositionen", so Süß. "Die Pässe sind dabei in der Regel hoch, so dass es für unsere Blockspielerinnen einfacher werden könnte, als in Erfurt. Die haben ihre Pässe auf Außen in der Regel sehr schnell gespielt." Einen weiteren Vorteil sieht Süß auch im Block der Offenburgerinnen. "In den Spielen, die ich gesehen habe, kam der Rückraumangriff der Gegnerinnen oft durch." Das könnte ein Vorteil für den FTSV sein, die mit Valeria Fedosova über eine sehr gute Rückraumangreiferin verfügen.

FTSV könnte von Offenburger Auswärtsschwäche profitieren

Ein weiterer Vorteil für den FTSV könnte sein, dass das Spiel in Straubing stattfindet. Wobei das in letzter Zeit nicht immer ein Vorteil war laut Trainer Eichinger: "Unsere Spielerinnen aus Straubing und Umgebung waren oft zu Hause nervöser als auswärts. Doch ich bin zuversichtlich, dass das gegen Offenburg nicht der Fall sein wird." Die Statistik kann man hierfür auch als Grund anführen, denn der Gast VCO hat bislang nur zweimal in fremder Halle gewinnen können. Das gelang den Offenburgerinnen in dieser Saison lediglich bei Schlusslicht Nürnberg und dem Drittletzten Chemnitz. Ansonsten setzte es Niederlagen. Zuletzt auch gegen den Tabellenvorletzten TV Villingen. Gegen diesen verloren sie vor zwei Wochen mit 0:3.

Der Weg nach "Montenegro" ist hart und steinig

Es ist also angerichtet für eine "Faschingsparty" in der Sporthalle der Josefsschule. Bei einer Topleistung des FTSV könnte dann auch der Wunsch des VC Offenburg nach einem schnellen Spielende wahr werden. Doch die Punkte werden die Offenburgerinnen sicher nicht einfach so auf der Durchreise in Richtung "Montenegro" mitnehmen können.

Spielbeginn der Partie ist am Sonntag um 14.30 in der Sporthalle der Josefsschule (Gabelsberger Straße). Der Eintritt beträgt für Erwachsene 6 Euro. Einlass ist bereits ab 13.30 Uhr.



Kommentare zu Artikel


Artikel kommentieren